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Ruten
 
Wer mit dem Schleppfischen beginnt, der wird sich i. d. R. nicht sofort eine professionelle Trollingausrüstung zulegen. Im Gegenteil! Wir würden jedem Anfänger empfehlen, zunächst mit schon vorhandenem Equipment erste Versuche zu starten. Hierzu reichen in der Regel kräftige Spinnruten oder leichte Pilkruten aus. Auch kann man zu Beginn sicherlich auf die später sinnvolle Anschaffung einer Multirolle verzichten. Ist man aber erstmal mit dem „Trolling-Virus“ infiziert, so wird man sehr schnell versuchen, die Ausrüstung an die teils extremen Anforderungen während des Schleppfischens anzupassen. Bei den Trolling-Ruten müssen wir vorab solche für das „schwere“ Trolling von denen der leichteren Art unterscheiden. Während zum Big-Game-Fischen sehr kräftige Ruten verwendet werden  - wie z.B. die Penn International ARS 30 Lbs, die mit Laufringen ausgestattet ist, - kommen bei uns in der Ostsee bei der „Light-Version“ des Schleppfischens auf Meerforelle und Lachs ausschließlich leichtere Ruten zum Einsatz.
 

Bleiben wir also beim „Trolling-Light-Tackle“

Zuallererst kann man Ruten mit klassischer Beringung und solche ohne Rutenringe – sog. Inliner-Ruten unterscheiden. Bei letzteren wird die Schnur durch den Rutenblank geführt und tritt am Rutenende aus einer Öffnung heraus. Vorteil dieser Ruten ist mit Sicherheit, dass das insbesondere am Downrigger oftmals vorkommende Überschlagen oder Vertüdeln der Schnur an den Ringen nicht eintritt. Nachteil dieser Ruten ist aber, dass die Schnur beim Ausbringen bei geringem Wasserdruck (z.B. am Downrigger, wo oftmals lediglich der Köder an der Schnur hängt) nur langsam von der Rolle gezogen wird. Zudem kann es vorkommen, dass bei niedrigen Außentemperaturen die Schnurführung am Ende der Rute einfriert und gar keine Schnur mehr freigegeben wird. Außerdem kann sich im Rutenblank Schmutz ansammeln, der die Schnur beschädigen könnte. 

 Zebco Rhino DF Baltic Trolling

 

Ron Thompson Amagedon Inline 

 

Welche Art Ruten man letztlich fischt, ist wie so oft ein Frage des Geschmacks und der Prioritäten, die man der Funktionalität des Equipments beimisst. Bei uns an Bord fischen wir auf einer Seite beringte auf der anderen Inliner-Ruten

Wohl entscheidender bei der Rutenwahl ist die Frage der Technik, die mit der Rute gefischt werden soll. Danach kann man beim Trolling Downrigger-Ruten, Diver-Ruten und Planer-Ruten unterschieden. Eine universelle Schlepprute für alle Techniken des leichten Schleppfischens gibt es u. E. nicht.

1. Downrigger-Ruten sollten zum Spannen weich sein, aber im Drill trotzdem kraftvoll.  Die Länge beträgt i. d. R. zwischen 2,20 und 2,60 m. Während in der Vergangenheit die DR-Ruten vielfach „Gummipeitschen“ waren, bietet der Markt inzwischen hervorragende Blanks, die den hohen Anforderungen am Downrigger gewachsen sind und auch im Drill Spaß machen. Auf dem Foto seht Ihr das komplette „Set“ an Ruten auf einer Bootsseite. Gut zu erkennen ist die Vorspannung der beiden Ruten am Downrigger – in diesem Fall die Zebco Rhino DF Baltic Trolling mit einer Länge von 2,60 m. In jüngster Zeit tendieren einige unserer Angelfreunde zu kürzeren DR-Ruten wie der Kurzversion der Rhino DF Baltic Trolling mit einer Länge von nur 2,25 m. 

 Gesamtsetup auf eine Bootsseite


2. Diver-Ruten sind optimal ausgelegt für das Fischen mit Tauchscheiben wie  Slide-Divern oder Dipsy-Divern. Sie haben einen kräftigen Blank und sind mit Längen um 3 m wesentlich länger als die Downrigger-Ruten (z.B. Zebco Trophy Dive Master mit 2,85 m Länge). Da Diver-Ruten i. d. R. waagerecht positioniert werden kann man je nach Bootsbreite und Rutenlänge die Diver auf beiden Bootseiten in einem Abstand von bis zu 9 m fischen. Diver-Ruten können auch als Planer-Ruten verwendet werden, vielfach ist deren Handhabung durch die Länge aber an Bord nicht unproblematisch.  


 Zebco Trophy Dive Master II 


3. Planer-Ruten müssen insbesondere beim Fischen mit Sideplanern eine optimale Kraftverteilung am Rutenblank haben, da sie ständig hohen Belastungen durch das Führen der Boards ausgesetzt sind. Eigentlich reichen leichte Pilkruten oder Bootsruten im Allgemeinen aus. Vielfach eignen sich aber auch bestimmte Downrigger-Ruten oder auch Diver-Ruten gleichzeitig für die Planerboardfischerei. Auf dem Foto erkennt man auf der linken Seite drei nahezu senkrecht positionierte Planerruten. Hierbei handelt es sich um die Zebco Rhino DF Baltic Trolling, die wir u. a. auch am Downrigger fischen. Genauso eignen sich aber auch z.B. die Ron Thompson Armageddon Planer-Ruten hervorragend für die Planerfischerei.

Letzte Aktualisierung ( Thursday, 14. June 2007 )
 
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