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Köder
Die Frage, ob mit Kunstködern oder Naturködern gefischt werden sollte ist nicht einfach zu beantworten und hängt von einer Vielzahl Faktoren ab. Eins vorweg: Mit beiden Varianten lassen sich bei dem richtigen Einsatz Fische fangen und schwerlich kann man die Aussage treffen: „Kunstköder sind besser als Naturköder“ oder „Mit Fischchen fängt man besser als mit Blech“. Eher gilt hierbei: Wer fängt hat Recht! Und sicherlich gilt auch: finde Deine Technik und fische sie optimal! Diese Erkenntnis stützt sich darauf, dass sowohl Kunstköderspezis als auch Naturköderexperten im Vergleich zum Gelegenheitsangler teils überdurchschnittlich gute Fänge machen, da sie für sich ihre Technik perfektioniert haben. Im direkten Vergleich z.B. bei Gemeinschaftsfischen liegt mal der „Spezi“ mal der „Experte“ vorne. Das legt auch die Vermutung nahe, dass es Bedingungen gibt, bei denen die eine oder die andere Variante im Vorteil sein kann.

Sicherlich wird der Trolling-Anfänger mit Kunstködern beginnen, da es in vielerlei Hinsicht die einfachere Methode ist. Und sicherlich ist auch richtig, dass das Gros der Schleppangler mit Kunstködern fischt und die Vertreter der Naturköderfraktion eher als „Spezis“ angesehen werden. Aber die Tatsache, dass z.B. alle Binnenseewettangeln 2004 in Schweden ausschließlich von Naturköderanglern gewonnen wurden und auch im Salzwasser die Naturköderspezis immer relativ weit vorne zu finden sind, weckt nicht nur das Interesse der „erfahrenen“ Trollingangler an der Naturköderangelei. 

naturköder versus kunstköder

 Wer hat die Nase vorn - Original oder Fälschung?

Vielleicht ist es auch ein wenig eine Frage der Experimentierfreudigkeit und auch der Bereitschaft, an Bord zu arbeiten. Denn eins ist sicher: die Fischerei mit Köderfischsystemen ist aufwendig. Man denke nur an die Beifänge Dorsch und Hornhechte, die einem sicherlich beim Anködern der Fische den letzten Nerv rauben können. Dann das Ganze noch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und schnell steht fest: Mit Naturködern zu fischen heißt arbeiten!

Beim Einsatz der Köder – egal ob Natur- oder Kunstköder – ist die Schleppgeschwindigkeit einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren. Grundsätzlich gilt: die Schleppgeschwindigkeit muss dem optimalen Laufverhalten des Köders angepasst werden. Es empfiehlt sich einen „Kontrollköder“, der den Laufeigenschaften der ausgebrachten Köder entspricht, immer wieder an einer Testrute ins Wasser zu lassen, um sicher zu stellen, dass man die richtige Geschwindigkeit fährt. Da es sowohl Köder gibt, die bei optimaler Geschwindigkeit eher schnelle Bewegungen im Wasser vollführen als auch solche, die nur leicht hin- und her schwingen, lässt sich eine generelle Aussage, wie ein Köder zu laufen hat, nicht machen. Als Anhaltspunkt kann gelten: ein Köder sollte sich nicht unkontrolliert im Wasser überschlagen oder müde und unbeweglich durchs Wasser kämpfen.

 


Naturköder

Naturköder werden i. d. R. langsamer geschleppt als Kunstköder (ca. 1,2 – 2 Kn). Je nach verwendetem Köderfisch-System drehen sich die Köderfische hierbei langsam (z.B. Rhys Davis-System, Bechhold Bullet-System) oder machen eher schlängelnde oder „wobbelnde“ Bewegungen (z.B. VouksiRaksi-System, Wikam-System). 

vouksi raksi naturködersystem

 

Oftmals wird den Fischchen (besonders am Downrigger) durch einen vorgeschalteten Dodger oder Flasher „Leben“ eingehaucht. Als Köder kommen Sprotten, kleine Heringe sowie verschiedene Süßwasserfische wie Rotaugen, Lauben und Ukeleis in Frage. In Tüten zu 10 -15 Fischchen lassen sich diese in überschaubaren Portionen einfrieren und dann am Angeltag auftauen. In einem kleinen Eimer gefüllt mit Wasser lassen sich die Köderfische zudem an Bord gut aufbewahren.

 

VouksiRaksi Köderfischsystem

 

cut plug

Insbesondere in den USA wird auch viel mit Fischstücken gefischt, wobei z.B. beim sog. „Cut Plug“ z.B. Heringe mit einem Messer so getrimmt werden, dass sie ähnlich aussehen und laufen wie ein „Plug“ (s. Kunstköder).

Die Anköderung ganzer Fische verläuft i. d. R. bei allen Köderfischsystemen ähnlich: Der Kopf des Fisches wird in eine Aufnahme geführt und dort z.B. mit einem Zahnstocher oder durch eine Klemmfunktion im System fixiert.

Viele Naturköderspezis binden die Vorfächer für die Köderfischsysteme selbst, wobei sie zusätzlich einen Drilling einknüpfen, der den Fisch hält und es ermöglicht, den Fisch soweit zu spannen, damit er den richtigen Lauf bzw. die richtige Drehgeschwindigkeit hat. Ein weiterer Drilling hängt dann frei oder mit einem Hakenbogen am bzw. im Köderfisch.
                                                               

Knoten am Köderfischsystem

 Drillinge am Köderfischsystem

 

Noch ein paar Worte zum finnischen VouksiRaksi-System, da dieses in der jüngsten Zeit immer beliebter wird. Das System ist in zwei verschiedenen Größen erhältlich: VR-2 für Köderfische von 6 – 11cm und das VR-3 für 10 – 15cm. Das System kann auch mit Gummifischen gefahren werden. 

tuning des Vouksi raksi systems
 

Grundsätzlich ähnelt der Lauf des Systems dem eines Wobblers, wobei sich die Laufeigenschaften durch Verstellen der Aufhängung an dem Kopf verändern lassen. 

tuning des Vouksi raksi systems
 

Biegt man die Aufhängung ein wenig nach unten, so wird der Lauf etwas unruhiger, biegt man die Aufhängung nach oben, so wird der Lauf ruhiger. Biegt man die Aufhängung zu einer Seite, so wird der lauf unregelmäßiger.

Wichtig: der Drilling sollte beim VouksiRaksi frei unter dem Köderfisch laufen und nicht von unten in den Fisch eingeharkt werden. Der Drilling nimmt dem Fisch sonst die Beweglichkeit was die Fängigkeit verringert.

 


Kunstköder 

Kunstköder werden i. d. R. bei höheren Schleppgeschwindigkeiten eingesetzt (2 – 3 kn). Es gibt aber auch einige Köder, die bei sehr langsamer Fahrt noch gute Laufeigenschaften zeigen (z.B. Michigan Stinger oder Apex Slow Troll).

Gängige Kunstköder zum Schleppfischen sind in unseren Breiten Blinker aus Blech oder Kunststoff und verschiedene Arten von Wobblern. Eher selten kommen Trolling-Fliegen zum Einsatz. Die folgenden Kunstköder sind (wohl nicht nur) bei uns an Bord in vielen Köderkisten zu finden:

Northern King NK28 – 9,6 cm

Der Klassiker aus den USA, der wohl in keiner Köderkiste fehlt. Auch in der Größe 11,5 cm als NK Mag ein hervorragender Köder. 

Breakpoint XL – 15 cm
 

Ihn als reinen Großfischköder zu bezeichnen wäre wohl übertrieben – wir haben mit diesem Köder schon Forellen gefangen, die kaum größer waren als das Blech. Aber er ist ein sehr erfolgreicher und hochwertiger Köder, der aufgrund seiner starken Krümmung auch noch bei langsamer Schleppfahrt sehr gut läuft (auch in kleineren Größen erhältlich). 

Michigan Stinger – 9 cm
 

Dieser super leichte Löffel kann mit langsamster Fahrt geschleppt werden und ist daher besonders in der sehr kalten Jahreszeit ein hervorragender Köder. 

Ismo Qwack - 11,5 cm
 

Einer der wohl erfolgreichsten Köder auf Lachs in den skandinavischen Trollingrevieren. Der Ismo Qwack hat hervorragende Laufeigenschaften und verzeiht es auch, etwas langsamer gefischt zu werden (Schleppgeschwindigkeiten von 2-3 Kn). 

Apex (A3 – A7)
 

In Kanada von „Hot Spot Lures“ hergestellt und wohl einer der populärsten Köder auf dem deutschen Markt. Der Standard-Apex ist in unseren Gewässern wohl der A5 (4.5 Inches), der bei höheren Geschwindigkeiten von 2,5 – 3,5 Kn gefahren werden sollte. Der A4 (4.0 Inches) und der A6 (5.5 Inches) gelten als die „Slow-Troll-Versionen“, denn aufgrund ihrer größeren Breite laufen sie auch noch bei Geschwindigkeiten von 1,5 (A4) bzw. 2,0 Kn (A6). 

Grizzly Wobbler
 

Dieser “steife” Wobbler wird i. d. R. hinter einem Dodger oder Flasher am Downrigger gefischt. Die Schnur läuft zentral durch den Körper an dessen Ende ein Drilling angeknotet wird. Ein patentiertes Kugelsystem produziert Druckwellen und Geräusche, die eine zusätzliche Lockwirkung haben sollen. 

Rapala Down Deep Husky
 

Der Down Deep Husky von Rapala läuft ohne Vorbleiung bis zu 20 ft tief. Hier dargestellt ist die getrimmte Version, wie sie viel in Skandinavien gefischt wird: lediglich mit einem Drilling, der an der zentralen Öse mit einem Wirbel befestigt wird und somit auf Höhe des Schwanzendes läuft. Einen geeigneten Knoten für den ungestörten Lauf des Wobblers findet Ihr hier.

Tomic Plug
 

Kanadischer Schwimmwobbler, der bei Geschwindigkeiten unter 2 Kn gefischt werden sollte. Er wird am Besten ohne Wirbel direkt an das Vorfach geknüpft. Einen geeigneten Knoten hierfür findet Ihr hier. Zusätzlich kann das Vorfach mit einem Gummi ca. 1cm hinter dem Kopf fixiert werden, was den Lauf nochmals verbessert.

Welcher Kunstköder gefischt wird, hängt entscheidend von der Jahreszeit (also der Wassertemperatur), von dem jeweiligen Zielfisch, dem Seegebiet, der Tageszeit, den Witterungsbedingungen und und und … den Vorlieben des Schleppanglers ab.

Viele Angler haben Lieblingsköder, die sie immer wieder erfolgreich fischen. Statistisch gesicherte Informationen zu welcher Zeit an welchem Ort welcher Köder eingesetzt werden sollte, sind sehr schwer zu generieren und auch sicherlich mit Vorsicht zu genießen. Wir empfehlen jedem, für sich und seine Bedürfnisse die besten Köder zu finden. Unserer Meinung nach ist Ausprobieren oftmals besser und auch spannender als vorgekaute oder standardisierte Regeln und Tipps unkritisch umzusetzen! Eines ist aber auch klar: derjenige, der beharrlich und im Vertrauen mit seinem „Ornat“ fischt, der wird i. d. R. erfolgreicher sein, als derjenige, der alle 10 Minuten seine Köder wechselt.

Natürlich gibt es bei der Köderwahl einige Anhaltspunkte, die die Entscheidung erleichtern. Wie schon erwähnt sollte das allen voran die Schleppgeschwindigkeit sein, die wiederum durch Begleitumstände wie Windverhältnisse oder Wassertemperatur bedingt sein können. Die Futterfischgröße im Fanggebiet kann ein weiterer Anhaltspunkt z.B. bei der Wahl der Ködergröße sein. Und nun nähern wir uns auch schon der oftmals gestellten und viel diskutierten Frage der Köderfarben.

 

Köderfarbe

Wir möchten hier nicht in die Tiefen der Optik eindringen, aber sicherlich ist ein Verständnis der physikalischen Gesetzmäßigkeiten des Lichts und wie dieses sich verhält, wenn es eine Wassersäule durchdringt auch bei der Auswahl der Köderfarbe sehr sinnvoll. Frerk Petersen hat hierzu einen sehr aufschluss- und umfangreichen Artikel im Blinker 12/2003 geschrieben - Die Magie der Farben.

  Apex mit verschiedenen "Finish" 

 

Es ist sicherlich keine neue Erkenntnis, dass Köderfarben zuerst und vielleicht auch vor allem anderen den Angler selbst fangen. Neue Kunstköder sind heute vielfach mit aufwendigen Hologrammfolien beklebt, die zumindest auf uns Menschen und unsere Portemonnaies eine magische Anziehung haben. Doch wie reagieren die Fische – wie nehmen sie die Farben überhaupt wahr?

Um es vorweg zu nehmen: niemand wird jemals mit 100%iger Sicherheit sagen können, welche Farben wie von den Fischen wahrgenommen werden und welche Farben z.B. eine besondere Anziehungskraft haben und welche nicht.

Doch ganz unwissend sind wir hinsichtlich der Wahrnehmung und des Sehvermögens der Fische auch nicht. Neueste wissenschaftliche Untersuchungen geben zumindest einen kleinen Einblick ins Auge von Meerforelle und Co. Die Erkenntnisse möchten wir in aller Kürze im Folgenden beschreiben:

Der Fisch nimmt seine Umwelt nicht nur über die Augen wahr. Gehör und Seitenlinienorgan sind die ganze Zeit aktiv und können in bestimmten Situationen eine übergeordnete Rolle spielen. Das heißt in bestimmten Situationen scheint es nicht auf das Auge des Fisches anzukommen! Also nur das Auge des Fisches anzusprechen kann oftmals zu wenig sein. Die Druckwellen, die ein Köder im Wasser produziert oder das Rasseln von Kugeln im Körper eines Wobblers können dann entscheidende Wirkungen haben.

Aber kommen wir zu dem Sehvermögen der Fische: Eine Forelle sieht um den Faktor 12 (+-2) schlechter als der Mensch. Sie kann zwar Form, Farben und Muster ausmachen, ist aber nicht in der Lage ein scharfes und detailliertes Bild zu sehen. So hat das Vermessen und Berechnen von Fischlinsen gezeigt, dass das Bild, welches auf der Netzhaut des Fisches erzeugt wird unmöglich scharf sein kann. Fische können wohl nur für eine Farbe absolut scharf stellen. Alle anderen Farben werden wie mit einem Weichzeichner dargestellt. Das heißt wohl, dass der Köder nicht perfekt sein muss und superrealistische Imitationen nicht notwendig sind.

Lachs und Forelle besitzen die körperlichen Eigenschaften zum Farbsehen und haben im Gegensatz zum Menschen sogar vier Rezeptortypen mit denen sie Dunkelblau, Grün, Orange-Rot und UV-Bereiche sehen und aus den einzelnen Komponenten „ihre Farben“ Mischen können. Das Maß der Empfindlichkeit gegenüber UV-Licht kann sich im Laufe des Lebens sogar ändern, was wohl an der Beuteerkennung liegt. Während z.B. junge Salmoniden, die im Fluss eher Zooplankton als Nahrung bevorzugen mit einer hohen UV-Empfindlichkeit bei der Nahrungssuche einen Vorteil haben, wechseln ältere Lachse anscheinend die höhere Empfindlichkeit hin zum Dunkelblau, da diese Lichtvariante im Meer vorherrscht. Bestimmte Lachsarten können sogar beim Aufstieg in die Flüsse wieder auf eine erhöhte UV-Empfindlichkeit umsteigen (wobei das nichts mit der Nahrungsaufnahme zu tun haben kann). Das heißt aber wohl nicht, dass auch bei älteren Fischen die UV-Empfindlichkeit komplett eingestellt wird. Daher scheint es auch für uns Meeresangler interessant zu sein, Köder zu fischen, die den UV-Bereich „bedienen“.

Je weniger Licht vorhanden ist – z.B. in 20 m Wassertiefe - setzt auch bei Fischen das farblose Sehen ein ("nachts sind alle Katzen grau"). Wird also nicht in absoluter Helligkeit gefischt (was bei uns ja eher der Fall ist), so rückt die Farbwahl in den Hintergrund und reflektierende Materialien rücken in den Vordergrund. Weshalb in Lachsfliegen gerne mal „Christal Flash“ verbaut wird.

So und zum Schluss kommen wir wieder zum Anfang: Mit den Ergebnissen aus Wissenschaft und Forschung wissen wir nun, wozu das Auge der Forelle theoretisch in der Lage ist. Was sich aber letztlich im Gehirn der Forelle für ein Bild ergibt, kann uns kein Biologe sagen. Schon Isaac Newton stellte fest, dass die Farben, wie wir sie wahrnehmen nicht in den Lichtstrahlen selbst enthalten sind, sondern eher als Produkt unserer Hirntätigkeit zu sehen sind. Und wer weiß schließlich, was im Hirn von Meerforellen und Lachsen passiert, außer den Tieren selbst. Also mag man sich seine eigene Meinung zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen bilden. Bei der Auswahl von Ködern können sie aber sicherlich etwas hilfreich sein. So sind stark reflektierende Köder und solche, die den UV-Bereich bedienen mit Sicherheit auch noch in größeren Tiefen von den Fischen zu erkennen. Der Markt bietet inzwischen eine breite Palette an Produkten, auf denen mit Begriffen wie "UV-active" oder "glows in the dark" geworben wird. 

 Apex in der "Glow-Version"

 

Blinker auf Geschwindigkeit trimmen

Der optimale Köderlauf ist der Schlüssel zum Fangerfolg. Laufen Köder bei einer bestimmten Geschwindigkeit nicht befriedigend, dann sollte man als erstes versuchen, die Geschwindigkeit des Bootes an den Lauf der Köder anzupassen. Da in der Regel Köder verwendet werden, die im Gesamtsetup von ihren Laufeigenschaften zueinander passen, sollte das dann kein Problem darstellen. Sollten mal Blinker mit unterschiedlichen Eigenschaften gefahren werden, so lassen sich leichtgewichtige Blinker aus eher dünnem Blech schnell tunen. Hierzu werden sie einfach je nach Bedarf gebogen.

 


 

Für höhere Geschwindigkeiten wird der Blinker in eine gradere Form gebogen. Soll der Köder auch noch bei niedrigeren Geschwindigkeiten einen ansprechenden Lauf haben, so biegen wir ihn in eine stärkere Krümmung. Aber Obacht: die Dinger können auch abknicken!

 

Apex

Abschließend noch ein paar Worte zu einem sehr populären Kunstköder - der Apex von „Hot Spot Lures“. Er ist universell einsetzbar und in vielen Fällen fängig. Er ist wohl einer der populärsten Köder auf dem deutschen Markt. Es handelt sich hierbei um einen gekrümmten Kunststoffkörper, durch den die Vorfachschnur gezogen wird und an deren Ende i. d. R. eine Einzelhaken hängt (er lässt sich aber auch mit einem Drilling fischen: näheres dazu hier).

Der Standard-Apex ist in unseren Gewässern wohl der A5 (4.5 Inches), der bei höheren Geschwindigkeiten von 2,5 – 3,5 Kn gefahren werden sollte. Der A4 (4.0 Inches) und der A6 (5.5 Inches) gelten als die „Slow-Troll-Versionen“, denn aufgrund ihrer größeren Breite laufen sie auch noch bei Geschwindigkeiten von 1,5 (A4) bzw. 2,0 Kn (A6). 


Apex-Größen

Auf der Website des Herstellers könnt Ihr ein Booklet downloaden, welches interessante Informationen für das Fischen mit dem Apex beinhaltet. Als Beispiel hierfür möchten wir an dieser Stelle lediglich die Übersicht der verschiedenen Apex-Größen sowie die dazugehörige empfohlene Schleppgeschwindigkeit darstellen. Die gängigsten Größen in der Ostsee sind rot eingefärbt.  

Apex Kurz- bezeichnung

Apexgröße in Inches

Apexgröße in cm

 Empfohlene Schlepp- geschwindigkeit (kn)

Durchschnittliche Schleppg- eschwindigkeit (kn)

A1

1,0

2,54

1,5 – 3,0

2,5

A2

1,5

3,81

1,5 – 3,0

2,5

A3

3,0

7,62

2,0 – 3,0

2,5

A4

4,0

10,16

1,5 – 2,5

2,0

A5

4,5

11,43

2,0 – 3,0

2,75

A6

5,5

13,97

2,0 – 3,0

2,5

A7

6,25

15,88

2,5 – 3,5

2,5

 
Letzte Aktualisierung ( Tuesday, 19. June 2007 )
 
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