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Dodger und Flasher
Flasher und Dodger sind Reizbleche, die entweder zwischen dem Vorfach und der Hauptschnur gesetzt werden oder aber als so genannte "Falsche Flasher" z.B. hinter dem Downriggerblei. In der Regel werden die Lockbleche eher im Zusammenhang mit Downriggern gefischt. Kleinere Reizer lassen sich aber auch an Planersystemen oder hinter Tauchscheiben fahren.

Trolling mit Dodgern oder Flashern kann unter Umständen ausgezeichnete Resultate bringen, weil mit diesen eine große Menge Wasseroberfläche in einer sehr kurzen Zeit befischt werden kann. Der "Blitz", der "Ton" und die Schwingungen dieser Reizer lockt Fische von beträchtlichen Abständen an und erlaubt es, einen breiten Bereich des Wassers mit jedem Durchlauf effektiv abzufischen. Ein grosser Vorteil, wenn unbekanntes Wasser erkundet wird oder wenn Fische nur vereinzelt vorhanden sind. Warum wir am Anfang geschrieben haben, dass die Anwendung von Reizblechen "unter Umständen" zu guten Fangresultaten führen kann liegt daran, dass diese auch einen gegenteiligen Effekt haben können. So gilt in unserer heimischen Ostsee eher, dass Flasher und Dodger auch eine Scheuchwirkung haben können. Gerade Meerforellen scheinen durch die Aktion der Reizer verscheucht zu werden. Dieses gilt insbesondere, wenn in geringeren Wassertiefen gefischt wird. Wir selber haben aber auch die Erfahrung gemacht, dass in tieferen Wasserschichten im Winter auch bei der Angelei auf Meerforellen Reizer durchaus zu guten Fängen führen können. Beim Lachsangeln z.B. in den skandinavischen Revieren gelten Flasher insbesondere bei der Anwendung an Downriggern und über und in tiefem Wasser sowieso als "gesetzt".

 
Dodger vs. Flasher

Der grosse Unterschied zwischen Dodgern und Flashern ist die Weise, wie sie durch das Wasser laufen wenn sie geschleppt werden. Ein Dodger hat eine seitlich beeinflussende Aktion, während ein Flasher volle Umdrehungen von 360° vollzieht. Somit haben beide ein spezifisches Blitz- oder/ und Druckwellenmuster. Während Dodger auf den Köder ihre Aktion übertragen und somit die Bewegungen eines verletzten Fisches imitieren, sind Flasher eher dazu gedacht, die Köder in ihrem Lauf nur wenig zu beeinflussen sondern vielmehr den Fisch lediglich zum Köder zu locken.

Ob man nun einen Dodger oder einen Flasher einsetzt hängt auch mit der Wahl der Köder zusammen. Gerade Köder, die wenig "Eigenleben" haben, wie z.B. Trolling-Fliegen, werden sehr gut hinter einem Dodger angeboten. Welche Reizer benutzt werden ist aber letztlich - wie so oft - auch eine Frage des "Geschmacks".

Um den Lauf der Dodger und Flasher optimal abzustimmen, kann man folgendermaßen vorgehen:

Das Boot wird bei langsamster Geschwindigkeit gestartet während neben dem Boot eine Testrute ins Wasser gelassen wird. Nun kann man die Geschwindikeit sukzessive erhöhen, bis die "richtige" Geschwindigkeit erreicht ist. Für Dodger ist die richtige Schleppgeschwindigkeit erreicht, wenn der Reizer eine schwingende Bewegung von links nach rechts und zurück ausführt. Die optimale Geschwindigkeit für Flasher ist erreicht, wenn der Flasher volle 360 Grad Drehungen ausführt. Flasher benötigen in der Regel eine etwas höhere Geschwindigkeit als Dodger. Relativ schnell bekommt man aber auch ein Gefühl dafür, welche Geschwindigkeit zu welcher Art und zu welchem Modell der Reizer passt. Als Anhaltspunkt mag folgendes dienen: Dodger laufen in der Regel gut bei Geschwindigkeiten von 1,7 - 2,1 Knoten, Flasher bei 2 - 2,5 Knoten.

In den folgenden Zeichnungen sind unterschiedliche Montagen von Dodgern und Flashern dargestellt. Man sollte die angegebenen Längen der Montage nur gering bzw. nach intensivem Testen verändern. Zu lange oder zu kurze Vorfächer können die Aktion von Dodgern und Flashern negativ beeinflussen.

Dodger können mit Schleppblei, hinter Tauchhilfen wie Pink Lady®, Deep Six® oder Dipsy Diver® oder an Downriggersystemen montiert werden. 

 
Dodger-Hookups 

Die zweite Abbildung zeigt 2 erprobte Montagen für Flasher beim Schleppfischen. Denken sie daran: der Flasher muss volle Umdrehungen machen um richtig zu wirken. Sie erkennen das an der Aktion der Rutenspitze die immer gleichmässig 2 kurze Bewegungen, eine kleine Pause, macht. 


Flasher-Hookups 

Der Flasher kann bis ca. 200 Gramm Schleppgewicht direkt montiert werden. Benötigen sie schwerere Gewichte , sollte der Flasher mit einem Dreiwegewirbel an einem Springer montiert werden. Hammerschlag Oberflächen werden immer beliebter, da sie die Lichtreize durch den Prismeneffekt in alle Richtungen streuen.

Die Größe richtet sich nach der Schleppgeschwindigkeit und der Schlepptiefe. Je schneller oder tiefer geschleppt wird, je größer können die Reizer sein.

 

Noch ein Tipp: Der Flasher mit Clip

Beim Lachsangeln ist der Gebrauch von Flashern und Dodgern besonders am Downrigger üblich. Besonders in großen Tiefen locken die Reizbleche sowohl durch die Bewegungsreize als auch durch optische Reflexe die Fische zum Köder. Kurzum: die Lockbleche sind verdammt fängig und aus der Lachsangelei nicht mehr weg zu denken. Doch haben sie auch einen Nachteil: je nach verwendetem Modell haben sie einen mehr oder weniger großen Wasserwiderstand, was den Drill zusätzlich erschweren kann. Es gibt aber eine Möglichkeit, den Druck zu minimieren: Flasher zum Auslösen.

Das Prinzip ist sehr einfach: Der Flasher wird nicht fest zwischen Hauptschur und Vorfach eingebunden sondern nur am hinteren Ende fixiert und am Vorderteil lediglich mit einem Planerboard-Clip versehen, aus dem die Hauptschnur auslösen kann. 



Beißt ein Fisch an, so löst die Hauptschnur aus dem Clip aus und der Flasher klappt nach Hinten, wodurch er nur noch einen sehr geringen Druck auf die Schnur überträgt - der Fisch kann relativ frei gedrillt werden!  


Hierzu ist es aber ratsam, an den hinteren Wirbel des Flashers einen Sprengring einzuhängen, an dem sowohl die Hauptschnur mit einem Wirbel befestigt wird, als auch das Vorfach mit dem Köder. 


So lassen sich zum Einen einfach die Vorfächer austauschen und zum Anderen kann der später ausgelöste Flasher frei zwischen den beiden Wirbeln rotieren, womit ein Verdrallen der Schnur verhindert wird. 

 Und noch ein Tipp: Durch das Einhängen der Hauptschnur in den Clip kann sich der Flasher im vorderen Bereich nicht frei auf der Hauptschnur drehen. Daher ist es ratsam, in die Hauptschnur ca. 10 cm vor der Höhe des eingehängten Clips einen Kettenwirbel einzuknoten. Somit kann sich der Flasher sowohl vor als auch hinter dem Flasher an den Wirbeln drehen.

Das mag alles viel Getüdel sein und sieht vielleicht kompliziert aus. Letztlich ist ein Knoten mehr in dem System und die Leichtigkeit beim Schnur einholen oder besonders im Drill ist die Sache wert! Einfach mal versuchen!

Letzte Aktualisierung ( Tuesday, 21. August 2007 )
 
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