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Tauchhilfen
Wir haben im Kapitel Planersysteme schon einige Beispiele genannt, wie man den Köder ohne den Einsatz von Downriggern auf Tiefe bringen kann. Im Folgenden möchten wir die verschiedenen Tauchhilfen und ihre Anwendung etwas näher betrachten.

 

Tauchbleie

Bei diesen wird lediglich das Bleigewicht genutzt, um den Köder auf Tiefe zu bringen. Hierzu zählen einfache Bleioliven, Birnenbleie mit Karabiner, Jardine-Bleie, Inline Trolling Sinker, Keel Sinker – um nur einige zu nennen. Sie werden i. d. R. zum oberflächennahen Fischen (z.B. hinter Planersystemen) eingesetzt. Je nach Bleigewicht und Schleppgeschwindigkeit werden Tiefen bis ca. 5 m erreicht. Die einfachen Bleie haben den Vorteil, dass sie sehr einfach anzuwenden und sehr preiswert sind.

Bleioliven

Üblich sind 10 – 40 Gramm schwere Oliven, die auf die Hauptschnur gezogen werden und auf dieser frei laufen. Sie werden i. d. R. durch den Wirbel vom Vorfach getrennt.

 


Schleppkupplung

(Quelle )

Birnenbleie

Können über einen Karabiner ins erste Öhr des Wirbels oder an einer Schleppkupplung zentral eingehängt werden. Letzteres verhindert den Schnurdrall.

Jardine-Bleie

Diese spiralförmigen Bleie werden direkt auf die Hauptschnur gewickelt. Sie können so nachträglich zur zusätzlichen Beschwerung angebracht werden. Besonders geeignet sind sie zur Beschwerung beim Fischen hinter Planern, da sie auch in großer Entfernung zum Vorfach angebracht werden können und dann dort den gegebenenfalls ausgelösten Planer daran hindern, bis zum Vorfach durchzurutschen. Sie werden dann im Drill einfach „abgewickelt"

Trolling Sinker

Diese Bleie können direkt vor den Schleppköder geschaltet werden, um diesen zusätzlich auf Tiefe zu bringen. Selbstverständlich lässt es sich auch zwischen Vorfach und Hauptschnur als Kettenwirbel nutzen.

Keel Sinker

Ähnlich wie die Trolling Sinker werden die Keel Sinker zwischen Vorfach und Hauptschnur geschaltet und haben durch den Kiel eine Antidrallwirkung.

Schleppblei Genius

Wird wie ein Klemmblei einfach auf der Schnur befestigt

Neben den einfachen Tauchbleien gibt es die so genannten Diver, die etwas komplizierter aufgebaut sind und im Englischen gerne auch „poor man’s downrigger“ genannt werden, da mit einigen Divern beachtliche Tiefen von über 100ft erreicht werden können.

 

Diver 

Alle Diver nutzen das gleiche Prinzip: Sie werden vor oder auf der Hauptschnur befestigt und durch eine geneigte Anströmfläche und unter Ausnutzung des Wasserdrucks (ähnlich wie eine Schaufel, die man geneigt ins Wasser halten würde) bringen sie den Köder bei Schleppfahrt auf Tiefe. Die erreichte Tiefe hängt dabei im Wesentlichen ab von der Art der Schnur, der Schleppgeschwindigkeit, der Länge der ausgebrachten Schnur und der Wassertemperatur und damit der Dichte des Wassers. Aufgrund der Baulichen Eigenschaften können mit Divern wesentlich größere Tiefen erreicht werden als mit den Bleien. Die Diver sind entweder farblos, oft aber auch in grellen Farben erhältlich. Es wird viel darüber diskutiert, inwieweit der Diver als zusätzlicher Attractor wirkt. Es gibt aber sicherlich Tage, an denen die Reizwirkung des Divers einen positiven Effekt auf das Beißverhalten der Fische hat. Aber ebenso gibt es auch solche Tage, an denen die farblosen oder naturfarbenen Diver vorne liegen. Standardisierte Aussagen wie: „orangener Slide-Diver läuft immer“ sind problematisch!

Das Grundprinzip der Diver ist bei allen ähnlich: Er wird so auf der Schnur angebracht, dass er mit geneigter Anströmfläche einen maximalen Wasserdruck erfährt. Beißt ein Fisch an, so löst der Diver auf unterschiedliche Art aus, so dass die Anströmfläche möglichst wenig Wasserwiderstand hat und der Fisch ungehindert gedrillt werden kann.

Als Diver werden i. d. R. die Paravane und die Tauchscheiben zusammengefasst.

Beginnen wir mit den Paravanen: Hierzu zählen z.B. der „Kuusamo“, der „Diving Sinker“, die „Pink Lady“, der „Doelfin Fish Seeker“ oder der „Deep Six“.

Kuusamo

Der Klassiker unter den Bleiparavanen aus Finnland. Ihn gibt es in drei verschiedenen Größen (33g, 70g, 90g). Das Prinzip ist folgendes: oberhalb des Bleikörpers wird der Endwirbel der Hauptschnur in einen Sprengring eingehängt. Am „Schwanzende“ des Paravans wird das Vorfach per Wirbel befestigt. Nun muss der Sprengring des Paravans beim Ausbringen der Montage im oberen Winkel der Aufhängung (Triangel) sitzen (s. Bild), denn sonst taucht der Paravan nicht ab, da der Bleikörper nicht geneigt ist zum Wasserdruck. Beißt nun ein Fisch an passiert genau das Gegenteil – der Paravan „löst aus“. Das heißt der Sprengring mit der Hauptschnur rutscht in der Aufhängung nach Vorne und der Paravan bildet eine Linie mit der Hauptschnur und dem Vorfach, so dass der Wasserdruck auf das Blei nachlässt und der Fisch ohne Probleme ausgedrillt werden kann. Bei einer ausgebrachten Schnurlänge von 40m taucht der Kuusamo ungefähr in folgenden Tiefen: Kuusamo 33g = 5m; 70g = 7m; 90g = 10m

Diving Sinker

Dieser Schleppparavan ist eine günstige und gute Alternative zum teureren Kuusamo. Ihn gibt es in vier verschiedenen Gewichten – 25g (Tauchtiefe: 2-3m), 45g( 4-6m), 65g (6-8m) und 90g (6-10m). Das Prinzip ist dasselbe wie beim Kuusamo.

 (Quelle: Luhr Jensen)

Pink Lady

Dieser Paravan ist der Klassiker unter den Divern. Für diesen gilt das gleiche Prinzip wie für den Kuusamo. Er ist in drei verschiedenen Größen erhältlich (#0, #2, #3). Allerdings hat die Pink Lady das Problem, dass sie nur bei erheblichem Gegendruck (also z.B. bei großen Fischen) auslöst. Bei kleinen Fischen oder bei einer Köderkontrolle passiert es oft, dass die gesamte Schleppschnur gegen den Wasserwiderstand des Divers rangepumpt werden muss. Daher gibt es inzwischen sicherlich bessere Diver als die Pink Lady!

Deep Six
(Quelle: Luhr Jensen)

Deep Six

Der Deep Six könnte als „Systemparavan“ bezeichnet werden, da er einen Auslösemechanismus hat, der vor dem Ausbringen extra fixiert werden muss. Die Hautschnur ist über einen Wirbel an einem steifen Arm befestigt. Dieser Arm wird zum „Spannen“ nach Oben geklappt, wo der Wirbel in eine Aufnahmevorrichtung hineingedrückt und damit befestigt wird. Somit bekommt der Diver seine geneigte Position. Bei einem Anbiss löst der Wirbel aus dem „Clip“ und der Diver bildet wiederum eine gerade Linie mit Hauptschnur und Vorfach und hat so einen geringeren Wasserwiderstand.

Der Deep Six ist in drei verschiedenen Größen erhältlich (#0 bis max. 40ft, #1 – 60ft, #2 – 90ft). Dazu gibt es noch den Double Deep Six mit einem schwereren Blei ebenfalls in drei verschiedenen Größen (#0 bis max. 60ft, #1 – 90ft, #2 – 135ft). Die Tiefenangaben sind Händlerangaben und daher mit Vorsicht zu genießen. In der Regel laufen die Diver flacher als angegeben! Trotzdem mag der Deep Six eine gute Wahl sein, wenn man mit einem Diver sehr tief fischen möchte!

(Quelle: Luhr Jensen)

Jet Diver

Der Jet Diver funktioniert ähnlich wie die Pink Lady. Er wird weniger im Salzwasser als vielmehr beim Schleppen auf Lachs in Flüssen eingesetzt. Im Unterschied zu den anderen Divern schwimmt der Jet Diver auf, wenn die Schleppfahrt eingestellt wird.


Fish Seeker

Je nach dem, in welche Bohrung Köder und Hauptschnur eingehängt werden, kann der Fish Seeker nach Herstellerangaben (!) von 2 bis max. 25 Meter tief laufen.

Beißt ein Fisch an, so dreht sich der Fish Seeker um und versucht aufzutauchen. Vom Köder sollten mind. 2 - 3m Schnur bis zum Fish Seeker gesetzt werden. Der Hersteller gibt folgende Tiefenangaben je nach Einstellungen vor:

2 m: A-1; 3 m: A-2; 5 m: B-2; 6 m: B-3; 8 m: B-4;

9 m: C-2; 11 m: C-3; 12 m: C-4; 14 m: D-3; 15 m D-4; 17 m: D-5; 18 m: E-3; 20 m: E-4; 21 m: E-5; 23 m: F-4; 25 m: F-5 (siehe Abbildung!);


Kosto Paravan

Der Kosto Paravan wird auf der Hauptschnur fixiert und ermöglicht somit, den Köder weiter hinter der Tauchhilfe laufen zu lassen. Einfach Köder soweit wie gewünscht auslassen und den Kosto dann auf die Schnur setzen. 

Von den genannten Paravanen verwenden wir lediglich die klassischen Bleiparavane von Kuusamo und Wuttke – entweder longline oder hinter Planersystemen. Die übrigen Paravane können unseres Erachtens hinsichtlich Bedienungsfreundlichkeit und Funktionalität nicht mit den Tauchscheiben mithalten. Das heißt: für die klassische Diverfischerei mit den entsprechenden Diverruten benutzen wir ausschließlich Tauchscheiben.


Tauchscheiben

Zu den Tauchscheiben (Disks) zählen z.B. Dipsy Diver (Lure Jensen), Diver Disks (Big Jon) und der Slide Diver. Der Vorteil dieser Tauchscheiben aus Kunststoff ist, dass diese an ihrer Unterseite ein verstellbares Bleigewicht haben. Der Anstellwinkel lässt sich durch Drehen des Bleis so verstellen, dass die Montage seitlich vom Boot ausscheren kann. Hiermit lässt sich der Köder zwar nicht mehrere Meter seitlich vom Boot fischen, kann aber z.B. soweit vom Downrigger entfernt laufen, dass auch bei scharfen Kurven keine Probleme mit Schnursalat entstehen. Außerdem haben die Tauchscheiben den Vorteil, dass sie nach dem Auslösen einen Auftrieb entwickeln und so den Fisch bzw. die Montage nach Oben bringen. 

Trolling Snubber 
(Quelle: Luhr Jensen)

Dipsy Diver

Ähnlich wie beim Deep Six Paravan hat der Dipsy Diver einen Auslösemechanismus, der vor dem Ausbringen der Montage fixiert werden muss. Hierzu wird der Wirbel der Hauptschnur an einer Seite des Dipsys an einem Stahlarm befestigt. Dieser Arm wird dann hochgeklappt und in eine Nut (ähnlich einem Auslöse-Clip) hineingedrückt. Die Stärke dieses Clips sollte durch eine zentrale Schraube so eingestellt werden, dass, der Arm bei einem Anbiss auslöst. Allerdings sollte der Clip auch zumindest so fest eingestellt sein, dass der Dipsy nicht ungewollt auslöst. Beißt ein Fisch an, so löst also der Arm aus dem Clip und die Tauchscheibe kommt aus der geneigten Position in die Horizontale. Damit bietet sie dem Wasser auch bei Schleppfahrt kaum mehr Widerstand und der Fisch kann ausgedrillt werden.

Der Dipsy Diver ist in vier verschiedenen Größen erhältlich:

Größe 030 (mini oder #3/0): 5,72 cm Durchmesser; Tauchtiefe max. 20ft;

Größe 000 (small oder #0): 8,26 cm, max. 35ft mit "O" Ring;

Größe 001 (large oder 1): 10,48 cm, max. 50ft mit "O" Ring;

Größe 003 (magnum): 12,6 cm, mehr als 100ft mit "O" Ring;

Beim Dipsy Diver ist dringend ein Trolling Snubber zu empfehlen. Dieser fungiert als Shockabsorber und verhindert, dass der Fisch das Gewicht und die starre Konstruktion des Divers nutzt und sich aushebelt. Dieses gilt besonders dann, wenn mit den dehnungsarmen geflochtenen Schnüren gefischt wird (mehr zum Dipsy Diver siehe unten).

 

(Quelle: www.slidediver.com )

 

Slide Diver

Der Slide Diver (SD) hat ein ähnliches Prinzip wie der Dipsy Diver. Der große Unterschied besteht aber darin, dass beim SD die Schnur sozusagen „inline“ verläuft, denn die Hauptschnur wird durch den SD gefädelt, so dass er im ausgelösten Zustand frei auf der Schnur laufen kann und nicht wie beim Dipsy fest auf der Schnur montiert ist (s. u.). Das hat den großen Vorteil, dass der Fisch die Tauchscheibe nicht als Widerstand nutzen kann, gegen den er sich vom Haken aushebeln kann. Außerdem ist es so auch möglich, den Slide Diver sehr weit vor dem eigentlichen Vorfach auf der Hauptschnur zu fixieren. Wird z.B. sehr flach gefischt, so kann trotzdem der Köder weit vom Boot entfernt präsentiert werden – das wäre beim Dipsy so nicht möglich.

Der Slide Diver ist in zwei verschiedenen Größen erhältlich:

Größe SD #0: 7 cm Durchmesser; Tauchtiefe max. 30ft;

Größe SD #1: 9,5 cm, max. 45ft; Mit den dazugehörigen „O-Ringen“ kann man aus dem SD #0 einen SD #1 machen und der SD #1 geht mit den Ringen #2 und #3 auch noch tiefer. Der Ring #2 hat einen Außendurchmesser von 10,8 cm (4,25") und #3 von 12,06 cm (4,75").

Vor dem Ausbringen muss der SD fixiert werden. Hierzu wird wiederum ein Stahlarm nach Oben geklappt und genau wie beim Dipsy in eine Nut gedrückt, deren Stärke mit einer Schraube eingestellt werden kann. Die Schnur wird dabei unter dem Stahlarm gegen den Slide Diver gedrückt, womit dieser fest auf der Schnur fixiert ist. Die Schnur wird damit nicht beschädigt (mehr zum Slide Diver siehe unten).

Mini Diver Disk

Depp'r Diver Disk

 (Quelle: www.bigjon.com )

 


Diver Disks

Die Big Jon Diver Disks sind in zwei verschiedenen Größen erhältlich: die Mini Diver Disk mit einem Durchmesser von 4,5 cm für Wassertiefen von 3 - 4 m sowie die Deep’r Diver Disk mit 6 cm und einer max. Tauchtiefe von 10 m. Wie die Dipsy und Slide Diver besitzen die Big Jon Disks ein verstellbares Gewicht an der Scheibenunterseite für seitliches Wegtauchen. Allerdings verfügen sie über keinen Auslösemechanismus. Die Hauptschnur wird ähnlich wie bei den Bleiparavanen einfach in der Mitte der Tauchscheibe eingehängt, das Vorfach hängt an einer Seite der Disk. Nachteil dabei ist, dass die Disk nicht auslösen kann und somit immer ein erheblicher Wasserdruck beim Einholen der Montage zu überwinden ist.

Deeper Diver

Relativ neu auf dem Markt ist der "Deeper Diver" von Walker Downriggers. Vom Prinzip entspricht er dem Dipsy Diver, da er auch fest zwischen Vorfach und Hauptschnur eingesetzt wird aber im Gegensatz z.B. zu den Mini Disks von Big Jon einen Auslösemechanismus hat. Während andere Diver relativ schnell mit Ringen vergrößert werden können, setzt Walker Downriggers darauf, alle gewünschten Größen anzubieten, ohne Ringe benutzen zu müssen. Allerdings ist der Gebrauch der Ringe u. E. gar kein Nachteil sondern eher eine gute Möglichkeit schnell auf geänderte Bedingungen zu reagieren. Aber sei es drum: Walker Downriggers bietet somit fünf verschiedene Größen an: 45mm, 65mm, 82mm 107mm, 124mm. Der Vorteil dieses neuen Produktes liegt wohl eher darin, dass es nun auch endlich für die kleinen Scheiben Auslösemechanismen gibt, so dass die kleinen Walker-Scheiben die Big Jon-Scheiben bei uns an Bord abgelöst haben.

 

Noch ein paar Infos zum Slide Diver, der inzwischen wohl der beliebteste Diver überhaupt ist. Oftmals steht der Anfänger wie der Ochs vorm Tor, wenn er seine Schnur durch den SD fädeln soll. Hier ein paar Bilder, die hoffentlich klar machen, wie das Prinzip des SD funktioniert:

 

Zuallererst wird ein Gummi über den Stahlbügel des SD gezogen.

 

Durch die obere Öse des Stahlbügels und durch das Gummi wird eine biegsame Feder gezogen.

Durch die Feder wird die Hauptschnur gezogen. Die Feder verhindert später, dass die Schnur bei der Spannung aufgeraut wird.

Die Hauptschnur wird nun durch eine Öffnung am vorderen Rand des SD sowie durch den zentralen „Mast“ gezogen.

Schließlich „verlässt“ die Hauptschnur den SD durch eine Öffnung am hinteren Ende. In diese Richtung zeigt später das Vorfach mit dem Köder.        

Der Bügel wird nun nach Oben geklappt und in den Mast eingerastet. Da die Schnur unter dem Bügel verläuft, wird sie gegen den SD gedrückt, womit der SD auf der Schnur fixiert wird. Der SD ist nun unter gespannter Schnur bereit zum Fischen.

Fischt man den SD so wie vom Hersteller empfohlen und hier gezeigt, so wird die Schnur durch den Bügel direkt auf der Diverplatte fixiert. Hierdurch kommt es immer wieder zu kleinen Beschädigungen der Schnur an den Druckstellen.

Das kann insbesondere bei großen Fischen zum Schnurbruch führen. Da im Lieferumfang des SD mehrere Gummis enthalten sind, bietet es sich an, ein weiteres Gummi an das untere Ende des Bügels zu setzen. Wird nun der Bügel arrettiert, so wird die Schnur durch das Gummi geschützt. 

Da Beschädigungen hiermit verhindert werden, muss nun auch nicht mehr nach dem Fischen der beschädigte  Teil der Schnur entfernt werden.

Beißt nun ein Fisch an, so zieht dieser den Bügel aus der Verankerung im „Mast“. Der Bügel gibt die Schnur wieder frei und der SD kann frei auf der Schnur gleiten – i. d. R. bis zum oberen Wirbel des Vorfachs. Der SD bietet damit dem Fisch kaum Angriffsfläche um den Haken auszuhebeln.

Der Durchmesser des SD kann mit Ringen vergrößert werden. Der Ring wird einfach von Unten über den SD gestülpt und auf der Unterseite mit vier Haken fixiert.

Hier erkennt man auch die Einstellmöglichkeiten des SD zum rechtsseitigen bzw. linksseitigen Ausscheren.  

Da die SD nur in wenigen Farben erhältlich sind (Grün, Klar, Weiß, Chrome, Orange, Glow) kann man einen klaren SD aufschrauben und zwischen die Hälften eine Folie legen.         

Die Folie sollte selbstverständlich wasserfest sein. In Bastelläden findet man immer wieder interessante Folien, die es erlauben ein bisschen zu experimentieren.

 
 

Es gab ihn zwar schon in 2007, aber so richtig durchgesetzt scheint er sich in Deutschland noch nicht zu haben: Der neue "Slide Diver Lite Bite". Der Slide Diver ist wohl inzwischen die am Häufigsten gefischte Tauchscheibe - und das wohl auch mit Recht, denn verbindet dieser doch viele positive Eigenschaften, die starre Scheiben, wie der Dipsy Diver nicht vorweisen können. Nun bringt der Slide Diver als Lite Bite Version noch den deutlichen Vorteil, dass auch der Biss kleinerer Fische deutlich zu erkennen ist. Durch einen zusätzlichen Bügel, durch den die Schnur geführt wird, kann mit den Scheiben noch viel feiner gefischt werden - und das sowohl bei Ententeich als auch in der Hacksee. Mit der neuen Version hat sich der Slide Diver im letzten halben Jahr bei uns zunehmend als die erfolgreichste Technik herausgestellt. Nähere Infos zu dem neuen Teil findet Ihr auf der Homepage von Slide Diver. Bestellen könnt Ihr die Teile u.a. bei Stefan Masurs www.trollingtreff.de.

 
Hier noch ein paar Tipps zum Umgang mit Slide Divern per Video (englisch)
 
 
 
Es sollte hier noch mal darauf hingewiesen werden, dass mit den großen Paravanen und den großen Tauchscheiben spezielle Diver-Ruten zu verwenden sind, da z.B. die Downriggerruten hierfür i. d. R. zu weich sind. Diver-Ruten haben einen kräftigen Blank und sind mit Längen um 3 m wesentlich länger als die Downriggerruten (z.B. Zebco Trophy Dive Master mit 2,85 m Länge).


Gute Kombi für die Fischerei mit Divern
Zebco Trophy Dive Master und Daiwa SG 47 LCA

 

Da Diver-Ruten i. d. R. waagerecht positioniert werden kann man je nach Bootsbreite und Rutenlänge die Diver auf beiden Bootseiten in einem Abstand von bis zu 9 m fischen. Sicherlich reicht es für den Anfänger auch aus, „normale“ Bootsruten zu verwenden. Will man häufiger schleppen, so wird man aber schnell auf die dafür vorgesehenen Diver-Ruten umsteigen, da sie optimal für diese Art der Fischerei ausgelegt sind.

Gleiches gilt für die Rollen: Bei der Diver-Fischerei unterliegt die Rolle den größten Beanspruchungen. Eine Mutirolle mit Linecounter ist beim Fischen mit Divern ratsam. Wir können die SG 47 LC von Daiwa empfehlen. Sie ist den Anforderungen beim Diver-Fischen absolut gewachsen. Alternativ zum Linecounter lässt sich die ausgebrachte Schnur auch über die Anzahl der Spulenläufe ermitteln. Man ermittelt einfach die Schnurlänge, die ein Durchlauf der Schnurführung über eine komplette Spulenbreite ausmacht und zählt dann beim Auslassen nur noch, wie oft die Schnurführung über die Spule der Multi läuft.

Die Montagen hinter Divern sind i. d. R. sehr einfach. Die Köder werden an einem Vorfach meistens ohne zusätzliche Reizer wie Flasher oder Dodger entweder direkt an den Diver montiert (z.B. Kuusamo) oder der Diver kann in größerer Entfernung zum Vorfach gesetzt werden (Slide Diver). Insbesondere in den USA wird aber auch viel mit einem kleineren Flashern oder Dodgern vor dem Köder gefischt. Hierbei ist zu bedenken, dass diese durch ihren zusätzlichen Wasserwiderstand dazu führen, dass die Montage etwas flacher läuft. Da wir der Meinung sind, dass der Diver für sich schon eine zusätzliche Reizwirkung (in manchen Fällen vielleicht auch Scheuchwirkung?) hat, verzichten wir zumindest beim Fischen auf Meerforelle in der heimischen Ostsee weitestgehend auf zusätzliches Gerödel zwischen Diver und Köder. Beim Lachsfischen kann das durchaus sinnvoll sein. 

 Flasher hinter Diver (Deep Six)
(Quelle: http://www.wisnersinc.com)

Bei der Fischerei mit Divern wird immer wieder nach den Tiefen gefragt, in der die Diver eigentlich laufen. Während beim Einsatz eines Downriggers die Tiefe anhand des Zählwerks und unter Berücksichtigung des Winkels des Drahtseils zumindest annähernd abgeschätzt werden kann, ist bei der Verwendung von Divern lediglich die Länge der ausgebrachten Schnur bekannt (Rollencounter). Anhand dieser ausgebrachten Schnurlänge lässt sich aber ebenfalls die Lauftiefe des Divers abschätzen und zwar als Verhältnis der Schnurlänge zur Lauftiefe. Hierzu gibt es seitens der Hersteller Angaben, die gerne auch in Tiefentabellen dargestellt werde. Hierbei besteht aber das Problem, dass die Lauftiefe der Diver von sehr vielen Faktoren abhängt - u. a. Art der Schnur (Durchmesser, Mono oder Multi…), der Schleppgeschwindigkeit, der Länge der ausgebrachten Schnur, der Wassertemperatur und damit der Dichte des Wassers, der Einstellung des Bleikörpers etc. Alle Faktoren in diesen Tiefentabellen zu berücksichtigen wäre schlicht unmöglich. Außerdem sollte man die Zeit an Bord nicht mit dem Studium von Tiefentabellen nutzen sondern sich lieber einiger gängiger Faustformeln bedienen und selbst Erfahrungen für die eigenen Rahmenbedingungen sammeln. Die gängigste Faustformel für die Slide Diver, die wir – sieht man mal von den Big Jon Diver Disks bei der Planerfischerei ab - inzwischen ausschließlich verwenden, ist folgende:

Größe SD #0: (7 cm), Tauchtiefe entspricht ungefähr 1/5 der ausgebrachten Schnurlänge!

Größe SD #1: (9,5 cm), Tauchtiefe entspricht ungefähr 1/3 der ausgebrachten Schnurlänge!

Der SD #0 ist in der deutschen Ostsee wohl der gängigste und vollkommen ausreichend – tiefer wird eigentlich nur in Skandinavien beim Lachsangeln gefischt, wo dann auch der SD #1 eingesetzt wird).

Die Faustformeln ergeben natürlich nur grobe Richtwerte. Wer es etwas genauer wissen möchte, kann sich folgende Tiefenangaben bezüglich gängiger Parameter (0,40 - 0,45 er Schnur, ca. 2,2 Knoten Schleppgeschwindigkeit, SD-Einstellung = 0) verinnerlichen:

Größe SD #0

für Tauchtiefe 4 Meter ca. 20 Meter ab SD,

für Tauchtiefe 6 Meter ca. 33 Meter ab SD,

für Tauchtiefe 9 Meter ca. 62 Meter ab SD,

mit SD-Einstellung = 6 ist bei ca. 7 Metern Schluss bei ca.70 Meter ausgebrachter Schnur

Größe SD #1

für Tauchtiefe 4 Meter ca. 12 Meter ab SD

für Tauchtiefe 6 Meter ca. 21 Meter ab SD

für Tauchtiefe 9 Meter ca. 40 Meter ab SD

mit Sd-Einstellung = 6 läuft der SD bei ca. 64 Meter ausgelassner Schnur bei 9 Meter.

Diese Anhaltspunkte sollten reichen. Wer trotzdem Lust auf Tabellen hat – hier ein paar zum Schmökern (Tiefenangaben = Herstellerangaben):


Tiefentabellen für Slide Diver #1 ohne Ring
Größe #1 (groß): 9,5 cm, 2,0 kn Schleppgeschwindigkeit, ohne Ring

Tiefe

Diver-Einstellung an der Grundplatte

ausgebrachte Schnurlänge

Fuß

0

1

2

3

5

12

13

14

15

10

23

24

27

30

15

37

38

40

46

20

50

52

60

72

25

73

77

84

99

30

99

105

111

130

35

120

129

135

155

Als Beispiel: Bei einer Diver-Einstellung von 2 muss man beim Slide Diver #1 ohne Ring 111ft Schnur ausbringen um eine gewünschte Tiefe von 30ft zu erreichen; Diese Angaben beziehen sich auf folgende Parameter: 9 kg Mono, 12ft zwischen Diver und Köder, Geschwindigkeit 2,3 mph, (also ungefähr 2,0 kn  1 mph = 1,61 km/h = 0,45 m/s = 0,87 kn).

 
Tiefentabellen für Slide Diver #1 mit Ring #2
Größe #1 (groß) mit Ring 2 - Gesamtdurchmesser 10,8 cm: 2,0 kn Schleppgeschwindigkeit
 

Tiefe

Diver-Einstellung an der Grundplatte
ausgebrachte Schnurlänge

Fuß

0

1

2

3

5

11

11

12

14

10

22

22

23

27

15

34

35

38

43

20

46

47

53

58

25

69

70

79

92

30

92

92

105

125

35

112

117

132

 

40

132

141

 

 

Als Beispiel: Bei einer Diver-Einstellung von 2 muss man beim Slide Diver #1 mit Ring #2 105ft Schnur ausbringen um eine gewünschte Tiefe von 30ft zu erreichen; Diese Angaben beziehen sich auf folgende Parameter: 9 kg Mono, 12ft zwischen Diver und Köder, Geschwindigkeit 2,3 mph, (also ungefähr 2,0 kn).

 

Tiefentabellen für Slide Diver #1 mit Ring #3
Größe #1 (groß) mit Ring 3 - Gesamtdurchmesser 12,06 cm: 2,0 kn Schleppgeschwindigkeit 

Tiefe

Diver-Einstellung an der Grundplatte
ausgebrachte Schnurlänge

Fuß

0

1

2

3

5

10

10

11

13

10

19

20

21

25

15

31

33

36

41

20

42

45

51

57

25

59

64

70

78

30

76

82

89

95

35

95

103

114

123

40

115

124

138

147

45

128

137

 

 

50

140

150

 

 

Als Beispiel: Bei einer Diver-Einstellung von 2 muss man beim Slide Diver #1 mit Ring #3 89ft Schnur ausbringen um eine gewünschte Tiefe von 30ft zu erreichen; Diese Angaben beziehen sich auf folgende Parameter: 9 kg Mono, 12ft zwischen Diver und Köder, Geschwindigkeit 2,3 mph, (also ungefähr 2,0 kn).

 

Tiefentabellen für Slide Diver #1 ohne Ring
Größe #1 (groß): 9,5 cm, 2,5 kn Schleppgeschwindigkeit, ohne Ring 

Tiefe

Diver-Einstellung an der Grundplatte
ausgebrachte Schnurlänge

Fuß

0

1

2

3

5

12

13

14

16

10

24

25

27

31

15

40

44

49

57

20

55

62

70

83

25

80

89

95

106

30

105

115

120

128

Als Beispiel: Bei einer Diver-Einstellung von 2 muss man beim Slide Diver #1 ohne Ring 120ft Schnur ausbringen um eine gewünschte Tiefe von 30ft zu erreichen; Diese Angaben beziehen sich auf folgende Parameter: 9 kg Mono, 12ft zwischen Diver und Köder, Geschwindigkeit 2,8 mph, (also ungefähr 2,5).

 

Tiefentabellen für Slide Diver #1 mit Ring #2
Größe #1 (groß) mit Ring 2 - Gesamtdurchmesser 10,8 cm: 2,5 kn Schleppgeschwindigkeit 

Tiefe

Diver-Einstellung an der Grundplatte
ausgebrachte Schnurlänge

Fuß

0

1

2

3

5

12

13

15

17

10

24

26

29

34

15

36

39

45

52

20

47

51

60

70

25

66

73

85

105

30

85

94

111

141

35

115

122

 

 

40

145

150

 

 

Als Beispiel: Bei einer Diver-Einstellung von 2 muss man beim Slide Diver #1 mit Ring #2 111ft Schnur ausbringen um eine gewünschte Tiefe von 30ft zu erreichen; Diese Angaben beziehen sich auf folgende Parameter: 9 kg Mono, 12ft zwischen Diver und Köder, Geschwindigkeit 2,8 mph, (also ungefähr 2,5 kn).

 

Tiefentabellen für Slide Diver #1 mit Ring #3
Größe #1 (groß) mit Ring 3 - Gesamtdurchmesser 12,06 cm: 2,5 kn Schleppgeschwindigkeit 

iefe

Diver-Einstellung an der Grundplatte
ausgebrachte Schnurlänge

Fuß

0

1

2

3

5

11

13

13

14

10

21

25

25

27

15

32

36

41

46

20

43

46

56

64

25

62

67

78

88

30

81

88

99

111

35

106

113

123

135

40

131

138

147

 

Als Beispiel: Bei einer Diver-Einstellung von 2 muss man beim Slide Diver #1 mit Ring #3 99ft Schnur ausbringen um eine gewünschte Tiefe von 30ft zu erreichen; Diese Angaben beziehen sich auf folgende Parameter: 9 kg Mono, 12ft zwischen Diver und Köder, Geschwindigkeit 2,8 mph, (also ungefähr 2,5 kn).

 

Tiefentabellen für Dipsy Diver #001 (mit und ohne Ring)
Größe 001: 10,48 cm, 2,4 kn Schleppgeschwindigkeit 

Tiefe

Diver-Einstellung an der Grundplatte

ausgebrachte Schnurlänge (ohne/mit O-Ring)

Fuß

0

1

2

3

10

16/14

20/17

24/20

30/24

15

21/18

25/22

30/25

35/28

20

31/27

35/30

41/34

50/40

25

39/34

46/40

55/46

67/53

30

50/43

58/50

69/57

84/67

35

63/55

73/63

88/73

106/85

40

74/64

88/76

105/87

129/103

45

89/77

104/90

144/102

150/120

50

106/92

123/107

147/122

178/142

60

138/120

168/140

 

 

70

175/150

 

 

 

Als Beispiel: Bei einer Diver-Einstellung von 2 muss man beim Dipsy mit O-Ring 73ft Schnur ausbringen um eine gewünschte Tiefe von 35ft zu erreichen; Diese Angaben beziehen sich auf folgende Parameter: 9 kg Mono, 2,5 - 3,0 mph (also ungefähr 2,4 kn im Mittel), die Lauftiefe vergrößert bzw. verringert sich um jeweils ca. 10% wenn die Schleppgeschwindigkeit um 1 mph zu- bzw. abnimmt.

 

Tiefentabellen für Dipsy Diver Magnum (ohne Ring)
Größe 003: 12,6 cm, 2,4 kn Schleppgeschwindigkeit 

iefe

Diver-Einstellung an der Grundplatte
ausgebrachte Schnurlänge

Fuß

0

1

2

3

20

25

27

30

32

30

40

48

55

60

40

56

68

80

85

50

80

88

95

110

60

100

110

120

140

80

140

155

175

195

100

180

195

220

250

Als Beispiel: Bei einer Diver-Einstellung von 2 muss man 95ft Schnur ausbringen um die gewünschte Tiefe von 50ft zu erreichen; Diese Angaben beziehen sich auf folgende Parameter: 9 kg Mono, 2,5-3,0 mph (also ungefähr 2,4 kn im Mittel), die Lauftiefe vergrößert bzw. verringert sich um jeweils ca. 10% wenn die Schleppgeschwindigkeit um 1 mph zu- bzw. abnimmt. 

Tiefentabellen für Big Jon Mini Diver Disks
Nur sehr grobe Anhaltswerte für die Verwendung von Big Jon Diver Disks:

 

   

  (Quelle: www.bigjon.com )

Letzte Aktualisierung ( Friday, 18. April 2008 )
 
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